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Schulden Bürgschaften

Bürgschaften führen nicht selten den Bürgen in die Schulden. Da wird man von einem Freund oder Familienangehörigen um finanzielle Unterstützung gebeten. Es geht um einen Kredit oder den Kauf einer Immobilie. Aus eigener Kraft und ohne finanzielle Rücklagen ist der Fragende nicht in der Lage seine finanzielle Situation zu meistern. Hier zu verneinen und nicht zu bürgen, obwohl man vielleicht die finanziellen Rücklagen oder eine Immobilie hat, fällt vielen schwer. Da man in der Regel von nahen Personen um eine Bürgschaft gefragt wird, steht oft auch das persönliche Verhältnis auf dem Prüfstand. Verweigert man die Bürgschaft würde das eine Beziehung belasten, fürchten viele.

Es wird schon alles glatt gehen

So gibt man der Bitte nach und hofft, dass schon alles glatt gehen wird.


Doch leider geht nicht immer alles glatt. Die Selbständigkeit, der Person für die man gebürgt hat, geht den Bach runter, derjenige verliert seine Arbeit oder erkrankt und kann plötzlich seinen finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen.

Als Bürge bürgt man tatsächlich

Die Situation, die man als man die Bürgschaft eingangen ist, tritt tatsächlich ein und die Gläubiger wenden sich an den Bürgenden. Wurde für die Bürgschaft eine Hypothek aufdas eigene Haus aufgenommen und kann man aus ersparten Mitteln nicht die finanziellen Verpflichtungen begleichen, die man für eine Person übernommen hat, kann schlimmstenfalls der Verlust des Eigenheims drohen.

Ohne Bürgschaft ist das Risiko für eine Bank zu hoch

Wird man nach einer Bürgschaft gefragt, muss man genau kalkulieren, wieviel Bürgschaft für einen selbst auch tatsächlich zu tragen ist. Denn derjenige, der einen nach der Bürgschaft fragt, erhält in seiner Situation keinen weiteren Kredit ohne eine Bürgschaft von der Bank. Das bedeutet im Klartext, die Bank ist ohne weitere Sicherheiten nicht bereit, demjenigen Kredite einzuräumen. Das Risiko, dass ein Darlehen nicht zurückgezahlt werden kann, ist für eine Bank zu hoch. Sie als Bürge übernehmen nun mit Ihrem Vermögen und/oder Ihrer Immobilie genau dieses erhöhte Risiko.

Mut zum Nein

Wenn Sie selbst nicht die finanziellen Rücklagen dafür haben, um eine Bürgschaft zu tatsächlich im Ernstfall zu begleichen oder sich selbst in große finanzielle Schwierigkeiten stürzen würden, müssen Sie auch den Mut zu einem Nein aufbringen. Selbst wenn es sich um ihnen nahe stehende Person handelt, besteht dieses Verhältnis auf beiden Seiten. Ebenso wie die nach einer Bürgschaft fragende Person von Ihnen Verständnis für die Frage erwartet, dürfen Sie Verständnis für eine Verneinung der Bitte erwarten. Wenn Sie sich für diejenige Person in ein unzumutbares finanzielles Risiko stürzen müssten, ist ein Nein angebracht.

Bürgschaften können auch sittenwidrig sein

Unter bestimmten Umständen, kann eine Bürgschaft auch sittenwidrig sein und Sie somit von Ihrer Zahlungsverpflichtung entbinden. Informieren Sie sich bei einer Vermutung in diese Richtung bei einem Rechtsanwalt und lassen Sie sich unbedingt bereits im Vorfeld genau beraten.

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