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Geldstrafen – Geldbußen

Es gibt Schulden, die Ihnen auch in einem Verbraucherinsolvenzverfahren nicht erlassen werden können. Dazu gehören Geldstrafen und Geldbußen. Somit sollten Sie falls Sie zu einer Geldbuße oder Geldstrafe verurteilt worden sind, nicht davon ausgehen, dass Sie um die Zahlung dieser Strafen „irgendwie schon drumrum“ kommen können. Denn das Amt wird schnell handeln, falls Sie auf Schreiben zur Zahlungsaufforderung nicht reagieren sollten. Ämtern und Verwaltungsbehörden sind die Wege Verbindlichkeiten einzutreiben bestens bekannt und die Wege hierfür sind bei einem Amt wesentlich kürzer als für einen privaten Gläubiger. Somit müssen Sie bei einer Verurteilung zu einer Geldstrafe oder einer Geldbuße, selbst wenn Sie die Verbindlichkeiten innerhalb des fälligen Zeitraumes nicht aufbringen können, handeln.

Geldbuße

Wurden Sie zu einer Geldbuße verurteilt, weigern sich diese zu begleichen oder können diese aufgrund Ihrer finanziellen Situation nicht begleichen, handeln jedoch nicht, kann der Gesetzgeber letztendlich auch Erzwingungshaft erhängen. Doch selbst bei der Erzwingungshaft entkommen Sie bei einer Geldbuße dem zu zahlenden Betrag nicht. Dieser kann durch eine Erzwingungshaft nicht verringert oder gänzlich „abgesessen“ werden.


Sollten Sie zu einer Geldbuße verurteilt worden sein und wissen aufgrund Ihrer finanziellen Situation nicht wie Sie den Betrag aufbringen sollen, sollten Sie so früh wie möglich handeln. Beantragen Sie entsprechend Ihrer finanziellen Situation entweder eine Stundung der Geldbuße (Betrag wird erst in einem halben oder einem Jahr zur Zahlung fällig) oder eine Ratenzahlung, die für Sie möglich und machbar ist. Es gibt auch die Möglichkeit, dass die Vollstreckung der Geldbuße ausgesetzt wird. Dies ist in besonderen Härtefällen möglich. Dabei kommt es immer auf die Einzelfallsituation an, die Sie entsprechend offen legen müssen. Lassen Sie sich hierbei von einem Anwalt beraten.

Geldstrafe

Werden Sie zu einer Geldstrafe verurteilt gilt ähnliches. Handeln Sie umgehend, wenn Sie aufgrund Ihrer finanziellen Situation nicht in der Lage sind die Geldstrafe fristgerecht aufzubringen. Die Verwaltungsbehörde wird den Vorgang nicht vergessen. Sollten Sie Zahlungsaufforderungen einer Geldstrafe schweigend nicht nachkommen, werden früher oder später eine Ladung zum Strafantritt erhalten. Im Gegensatz zur Geldbuße können Sie die Geldstrafe mit Tagessätzen absitzen. Möchten Sie dies verhindern stellen Sie einen entsprechenden Antrag darauf die Geldstrafe mit Ratenzahlungen tilgen zu dürfen oder falls Sie sich finanziell nicht mal dazu in der Lage sehen, die Geldstrafe gemeinnützig abzuarbeiten. Hierbei werden Sie entsprechend der Tagessätze zu denen Sie verurteilt wurden in einer sozialen Einrichtung die Geldstrafe abarbeiten.

Gnade vor Recht

Sollten Sie aufgrund Ihrer persönlichen Situation weder in der Lage sein in absehbarer Zeit die Geldbuße oder die Geldstrafe zu begleichen, besteht noch die Möglichkeit einen Antrag auf Härtefall zu stellen. Für besondere Härtefälle sieht der Gesetzgeber als letzten Ausweg die Möglichkeit vor Ihnen die Geldbuße oder die Geldstrafe auch gänzlich zu erlassen. Ob Sie aufgrund Ihrer persönlichen Situation zu einem Härtefall gehören könnten, sollten Sie am besten mit einem Rechtsanwalt kläen.

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