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Schulden Haushaltsplan

Es hört sich mitunter etwas banal an, dass die Erstellung eines Haushaltsplans Ihnen dabei helfen kann, wieder ein schuldenfreies Leben zu führen. Doch es ist Fakt, dass Sie Schuldenprobleme habe, d.h. in irgendeine finanzielle Schieflage geraten sind. Ein Haushaltsplan ermöglicht es Ihnen sowohl Ihre Einnahmen, wie auch Ihre Ausgaben immer schwarz auf weiß bei Bedarf vor sich zu haben.

Wissen Sie wofür Sie Geld ausgeben?

Es gibt zahlreiche Ausgaben, die uns nicht immer in ihre Höhe auch tatsächlich bewusst sind. Ausgaben, die einzeln betrachtet nur Kleinigkeiten zu sein scheinen, doch über den Monat ganz hübsche Summen ergeben. So erzählte eine Schuldnerin, dass Sie jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit Ihren Tag mit einem gekauften Energydrink an der Tankstelle zu beginnen pflegte. Sie war regelrecht geschockt als Ihr ein geführter Haushaltsplan vor Augen führte, dass dies ein Ausgabeposten von fast 100,- Euro monatlich war. Sie änderte Ihre Verhaltensweise, nahm sich nun zuhause einen selbstgemachten Milchkaffee für Ihren Weg zur Arbeit mit und sparte ohne viel Mühe fast 100,- Euro jeden Monat ein.

Wofür ein Haushaltsplan?

Ein Haushaltsplan wird Ihnen dabei helfen Ihre finanzielle Situation immer der Realität entsprechend zu erkennen und im Auge zu behalten. Gerade bei Schuldenproblemen ist es unerlässlich, dass Sie ab sofort Ihre Finanzen genau im Blick behalten.


So können Sie immer sicher sein, dass Sie Forderungen, denen Sie aktuell nicht nachkommen können bestenfalls schon im Vorfeld erkennen und eben entsprechend handeln können.

Auch können Sie mit einem Haushaltsplan auf einen Blick sehen, ob eine Anschaffung tatsächlich gestemmt werden kann oder ob Sie sich noch gedulden müssen. Ein Haushaltsplan ermöglicht Ihnen zu erkennen wohin genau Ihr Geld fließt und unnötige Ausgaben zu entlarven.

Mit einem Haushaltsplan die Finanzen auf einen Blick

Mit einem Haushaltsplan sehen Sie auf einen Blick welche Fixkosten Sie jeden Monat und im Jahr haben und welche Ausgaben variabel sind. Leben Sie ganz sparsam mit Ihren variablen Kosten und kommen trotzdem mit Ihrem Geld nicht aus, haben Sie vielleicht zu hohe Fixkosten, die man genauer unter die Lupe nehmen sollte und hier nach Veränderungsmöglichkeiten suchen muss oder Sie sind bereits überschuldet und können die Forderungen der Gläubiger nicht mehr erfüllen.

Übersteigen Ihre Ausgaben regelmäßig Ihre finanziellen Möglichkeiten, leben Sie entweder generell auf zu hohem Fuß und müssen das ändern. Oder haben zu wenig Einnahmen zum Leben und haben eventuell Ansprüche auf soziale Hilfen. Vielleicht ist Ihr Haushalt auch schon längst überschuldet und Sie benötigen dringends eine Schuldenberatung oder sollten vielleicht sogar ein Privates Schuldeninsolvenzverfahren einleiten.

All das kann Ihnen ein gut geführter Haushaltsplan aufzeigen und beantworten. Zudem können Sie einen geführten Haushaltsplan zu Ihrem Schuldenberatungstermin mitnehmen und unterstützen damit die Beratungsarbeit der Schuldenberater immens.

Haushaltsplan erstellen

In einen Haushaltsplan gehören auf der einen Seite alle Ihre Einnahmen, denen Sie Ihre Ausgaben dreigeteilt (wenn Sie bereits verschuldet sind) gegenüber stellen. Die Ausgaben gliedern Sie in folgende drei Bereiche: Alle Ihre Fixkosten, alle Ihre Verpflichtungen bezüglich Schulden und die variablen Kosten

Einnahmen benennen

Dies ist ein Posten, den Sie nur einmal in Angriff zu nehmen brauchen, da Ihre Einnahmen vermutlich konstant sind. Alle Einnahmen des Haushalts werden hier zusammengerechnet:

  • Gehalt oder Lohn
  • Kindergeld, Erziehungsgeld, Unterhaltszahlungen
  • Renten
  • Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe

Dies ist die Summe, die Ihnen monatlich zur Verfügung steht und mit der Sie auskommen müssen.

Ausgaben:

Falls Sie Schulden haben ist es sinnvoll Ihre Ausgaben in drei unterschiedliche Bereiche aufzugliedern.

Fixkosten

Dies sind Kosten, die monatlich oder jährlich zu bezahlten sind und die auf die Sie nicht sofort einwirken können. Wobei auch diese Kosten gesenkt werden können!

  • Miete
  • Mietnebenkosten (Energie, Wasser, Müll)
  • Telefon (Festnetz und Handy)
  • Internet
  • Versicherungen, auch die jährlichen Beiträge nicht vergessen
  • Autosteuer und Autoversicherung
  • Unterhaltszahlungen, falls Sie welche leisten müssen
  • Abonnements (Fitness, Zeitung etc.)

Variable Kosten

Dies sind Kosten auf die Sie recht einfach Einfluss nehmen können, die jedoch trotzdem monatlich auf Sie zukommen.

  • Lebensmittel
  • Getränke
  • Zigaretten, falls Sie Raucher sind
  • Zeitungen und Bücherkäufe
  • Kulturausgaben wie Kino, Museum, Theater, Schwimmbad etc.
  • Spritkosten
  • Reisen
  • Anschaffungen wie Kleidung, Möbel, Schulzubehör für die Kinder etc.

Schulden

Hier kommen alle Ihre Verpflichtung rein, die Sie monatlich an Ihre Gläubiger zu leisten haben

  • Darlehensrückzahlungen
  • Ratenzahlungen
  • Private Schulden
  • Auch Schulden, die Sie haben aber aktuell nicht bedienen

Ausgaben und Einnahmen gegenüber stellen

Wenn Sie Ihre Einnahmen Ihren Ausgaben gegenüberstellen sehen Sie sofort wie Ihre aktuelle finanzielle Lage ist. Dabei ist es sinnvoll die Einnahmen und Ausgaben in einer Jahresbilanz miteinander zu vergleichen. Denn es gibt einige Einnahmen, die Sie eventuell nicht monatlich erhalten, wie Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld und ebenso Ausgaben, die jährlich auf Sie zukommen, wie Versicherungen, Abonnements und KFZ Steuer.

Einnahmen und Ausgaben verändern

Es gibt sowohl Möglichkeiten an Ihrer Einnahmen Situation etwas zu ändern, wie auch eventuelle finanzielle Ansprüche zu prüfen und geltend zu machen, um finanzielle Unterstützung zu erhalten.

Ebenso können Sie auf der Ausgabenseite bei jeder der drei Bereich Einfluss nehmen. Die Kosten können generell gesenkt werden wie auch die Schulden in den Griff bekommen werden.

Lesen Sie in diesem Zusammenhang unsere weiteren Beiträge.

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