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Inkasso

Tipps im Umgang mit Inkassobüros: Umgang mit Gläubigern – Generell sollten Sie so früh wie möglich Ihre Gläubiger von Ihrer Zahlungsunfähigkeit in Kenntnis setzen. Denn Gläubiger sind dazu angehalten, die Kosten für die Schuldeintreibung so gering wie möglich zu halten und sie nicht unnötig in die Höhe zu treiben. Ist einem Gläubiger erstmal bekannt, dass Sie nicht zahlungsfähig sind, besteht in der Regel keine Veranlassung mehr Inkassobetriebe mit der Eintreibung der Schuld zu beauftragen. Bei Ihnen gibt es nichts zu holen und der Gläubiger weiss dies. Zusätzliche Kosten und Gebühren der Inkassobetriebe sind somit grundsätzlich nicht mehr gerechtfertigt. Bewahren Sie diese Benachrichtigung an die Gläubiger gut für mögliche spätere Nachweise auf. Lassen Sie sich unbedingt im Vorfeld dieses Schrittes von einer Schuldenberatung, einer Verbraucherzentrale oder einem Rechtsanwalt beraten. Denn die Information an die Gläubiger bezüglich Ihrer Zahlungsunfähigkeit wird diese auch aufschrecken und möglicherweise zu weiteren Schritten veranlassen.

Prüfen der Forderungen, Gebühren und Kosten der Inkassobetriebe

Da die Vergütung der Inkassobetriebe nicht eindeutig gesetzlich geregelt ist, kommt es häufig vor, dass Inkassobetriebe Kosten und Gebühren erheben, die nicht gerechtfertigt, zum teil sogar eindeutig unzulässig sind. Deswegen müssen Sie alle Schreiben von Inkassobetrieben sorgfältig bezüglich der Berechtigung der Forderung selbst, der dazugehörigen Gebühren und Kosten prüfen.


Die erlaubten und berechtigen Kosten und Gebühren von Inkassobetrieben hängen stark vom Einzelfall und vom Stand des Verfahrens in dem Sie sich aktuell befinden ab! Holen Sie sich dabei unterbedingt Unterstützung von einer Schuldenberatungsstelle, einer Verbraucherzentrale oder einem Anwalt.

Lassen Sie keine Mitarbeiter von Inkassobüros in Ihre Wohnung

Zahlreiche Inkassobetriebe versuchen durch Hausbesuche ihrer Mitarbeiter sich einen Vorteil zu verschaffen. Sind die Mitarbeiter erstmal in der Wohnung wird versucht den Schuldner zu einer Unterschrift zu bewegen oder Einsicht in Unterlagen zu erhalten. Gewähren Sie Mitarbeitern von Inkassobetriebe generell keinen Einlass in Ihre Wohnung. Weder ist dies erforderlich noch haben Inkassomitarbeiter eine Befugnis dazu!

Unterschreiben Sie keine vorgefertigten Schreiben von Inkassobetrieben ohne fachmännische Prüfung

Inkassobetriebe lassen ihren Schuldnern unterschiedliche Schreiben zum Ausfüllen oder zum Unterschreiben zukommen. Es spielt keine Rolle wie einleuchtend seitens des Inkassobetriebes argumentiert wird oder wie froh Sie selbst vielleicht über die angebotene Lösung sind: Unterschreiben Sie niemals vorgefertige Schreiben von Inkassobetrieben – füllen Sie nichts aus!

In der Regel stehen Sie nach einer geleisteten Unterschrift oder nach dem Ausfüllen einer Selbstauskunft schlechter da als vorher! Ihr Schuldenberg wird wachsen, obwohl Sie Raten zahlen. Besondere Vorsicht ist bei Selbstauskünften, Ratenzahlungsplänen oder Schuldanerkenntnissen geboten! Lassen Sie sich unbedingt vor einer Unterschrift oder dem Leisten einer Selbstauskunft fachmännisch beraten.Dies kann eine Schuldenberatungsstelle entsprechend übernehmen.

Prüfen Sie vor Überweisung an Inkassobetriebe die Richtigkeit oder Forderung samt Zusatzkosten

Bevor Sie mit Zahlungen an Inkassobetriebe überhaupt beginnen muss geklärt werden, ob die Forderung und die damit zusammenhängenden Kosten, Gebühren und Auslagen der Inkassobetriebe tatsächlich berechtigt sind. Denn bereits mit einer kleinen Rate können Sie unter Umständen durch die geleistete Zahlung die Richtigkeit der gesamten Forderung anerkennen oder wichtige Fristen verpassen.

Zahlen Sie keine Nachnahmegebühren für Schreiben von Inkassobetrieben

Manche Inkassobetriebe verdienen Ihr Brot damit, dass Sie Schuldner Schreiben zukommen lassen, die diese durch Nachnahmezahlungen zunächst einlösen müssen. Dabei geht es den Inkassobetrieben gar nicht um die im Schreiben enthaltenen Informationen, sondern um den Verdienst, der sich aus der Zahlung der Nachnahme ergibt. Nehmen Sie keine Schreiben oder Pakete gegen Nachnahme von Inkassobetrieben an, dies ist nicht erforderlich und auch nicht berechtigt.

Prüfen Sie auch Mahn- und Vollstreckungsbescheide auf Inkassokosten

Erhalten Sie Mahn- oder Vollstreckungsbescheide überprüfen Sie diese unbedingt auf aufgeführte Inkassokosten. Legen Sie im Zweifelsfall gegen diese Kosten unbedingt Widerspruch bzw. Einspruch ein. Lassen Sie die Fristen für einen Einspruch oder Widerspruch verstreichen, können Sie später gegen die Kosten und Gebühren des Inkassobetriebes nichts mehr ausrichten, selbst wenn diese ungerechtfertigt gewesen sind! Lassen Sie die aufgeführten Kosten und Gebühren von Inkassobetrieben besonders sorgfältig von Fachleuten prüfen!

Prüfen Sie die Abtretungserklärung bzw. die Vollmacht des Inkassobetriebes

Ein Inkassobetrieb handelt entweder im Auftrag des Gläubigers und kann Ihnen die Vollmacht dafür vorlegen oder hat die Forderung vom Gläubiger aufgekauft und kann eine Abtretungserklärung vorzeigen. Kommt ein Inkassobetrieb auf Sie zu sollten Sie sich als erstes einen dieser beiden Nachweise für die Berechtigung des Inkassobetriebes die ausstehende Forderung einzutreiben, vorlegen lassen.

Eine Antwort zu Inkasso

  1. Muss ein Zu gesendetes Schreiben vom Inkassounternehmen Unterschrieben werden und wenn ja welche Gesetzeslage ist anzuwenden?

    Mit freundlichen Grüßen
    R. Kolster

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