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Mietschulden

Sie sollten unabhängig von Ihrer finanziellen Situation immer darauf achten mit Mietzahlungen nicht in Rückstand zu geraten. Selbst wenn andere Gläubiger Ihnen drohen oder Druck auf Sie ausüben, bleiben Sie immer dabei, Ihre Miete pünktlich und vorrangig vor allen anderen Verpflichtungen zu bezahlen. Ist Ihr Konto häufig überzogen und sprengt den Dispositionsrahmen, können Zahlungsanweisungen und Daueraufträge von der Bank nicht mehr ausgeführt werden. Auch in diesen Fällen müssen Sie darauf achten, dass wenigstens die Miete überwiesen wird. Überprüfen Sie monatlich die pünktliche Überweisung der Miete.

Mietschulden haben gravierende Folgen

Denn Mietschulden können im Gegensatz zu anderen Schulden gravierende Folgen mit sich bringen. Bleiben Sie mit Ihren Mietzahlungen im Rückstand kann der Vermieter eine fristlose Kündigung des Mietverhältnisses aussprechen. Dem kann eine Zwangsräumung der Wohnung folgen. Hier laufen Sie Gefahr zum einen obdachlos zu werden, zum anderen Ihre Schulden durch die mit der Zwangsräumung verbundenen Kosten in die Höhe zu treiben.


Sollte aufgrund einer Zwangsräumung die Obdachlosigkeit eintreten, ist auch Ihr Arbeitsplatz potentiell gefährdet. Sind Sie bereits arbeitslos und kommt die Obdachlosigkeit noch hinzu, befinden Sie sich auf dem schnellsten Weg in den sozialen Abstieg. Von der Straße aus, werden Sie große Schwierigkeiten haben wieder eine neue Stelle zu finden und Ihren Alltag zu meistern.

Miete nicht bezahlt?

Falls die Mietüberweisung nicht klappen sollte, müssen Sie umgehend handeln. Nehmen Sie schnell Kontakt mit Ihrem Vermieter auf und schildern Sie ihm Ihre finanziellen Schwierigkeiten. Dies ist immer der bessere Weg als stillschweigend nicht zu zahlen oder falls der Vermieter bei Mietrückständen versuchen solle Kontakt mit Ihnen herzustellen, nicht zu reagieren. Überlegen Sie sich was Sie dem Vermieter anbieten können: Ist es Ihnen z.B. möglich zu der laufenden Miete, in kleinen Raten die bereits entstandenen Mietrückstände monatlich abzuzahlen?

Zuwenig Einkommen für die Mietzahlungen?

Ist Ihre finanzielle Situation auf längere Zeit so schlecht, dass Sie davon ausgehen müssen auch in Zukunft Schwierigkeiten zu haben, die Miete pünktlich aufzubringen, müssen Sie handeln. Erkundigen Sie sich bei den zuständigen Behörden, ob Sie Anspruch auf  Wohngeld oder andere Sozialleistungen haben. Ist dies nicht gegeben, sollten Sie sich schnell nach einer Wohnung umsehen, die für Sie bezahlbar ist. Auch hierbei können Ihnen die Ämter behilflich sein. Denn sowohl eine kleinere Wohnung wie auch finanzielle Unterstützung durch öffentliche Stellen sind immer noch bessere Alternativen, als obdachlos zu werden. Sollten Sie nicht handeln und Ihre Miete auch zukünftig nicht regelmässig aufbringen, kann jedoch genau das auf Sie zukommen.

Fristlose Kündigung bei zwei ausstehenden Mieten

Haben Sie zwei Monatsmieten nicht bezahlt kann Ihnen der Vermieter eine fristlose Kündigung der Wohnung ausspechen. Zahlen Sie bereits die entstanden Mietrückstände in Raten ab und kommen mit diesen Raten in Zahlungsrückstand, gilt das gleiche. Der Vermieter kann Ihnen Ihre Wohnung fristlos kündigen. Das bedeuet konkret, dass Sie aus Ihrer Wohnung ausziehen müssen, dafür setzt Ihnen der Vermieter eine Frist. Halten Sie diese Frist nicht ein und unternehmen nichts, wird der Vermieter eine Räumungsklage bei Gericht einreichen.

Räumungsklage möglich

Sie haben Ihre Miete nicht bezahlt und wurden daraufhin aufgefordert auszuziehen.Falls Sie nichts weiteres unternommen haben, immer noch ohne die Miete zu zahlen in der Wohnung leben und nicht ausgezogen sind, hat der Vermieter nun die Möglichkeit bei Gericht eine Räumungsklage einzureichen. Das Gericht wird Ihnen nun diese Räumungsklage per Einschreiben oder Postzustellungsurkunde zustellen. Sollten Sie die Idee haben die Post einfach nicht entgegen zu nehmen oder vom Postamt nicht abzuholen – die Post zu ignorieren, ist das die schlechteste Variante, die Sie wählen können. Denn es wird Ihnen überhaupt nichts nützten. Denn die Räumungsklage wird bei Ihrer Abwesentheit bei der Post für Sie hinterlegt werden, in Ihrem Briefkasten finden Sie die Benachrichtigung dazu und gilt somit als zugestellt. Nach der Zustellung der Räumungsklage läuft Ihre Uhr, denn ab diesem Zeitpunkt und unabhängig davon, ob Sie diese Post nun tatsächlich abholen oder nicht, haben Sie zwei Monate Zeit zu reagieren. Also entweder sich den Mietrückständen anzunehmen oder eben die Wohnung zu räumen. Sollten Sie die rückständige Miete nicht ausgleichen, werden Sie aus der Wohnung nach Ablauf dieser zwei Monate zwangsgeräumt.

Hohe Kosten einer Zwangsräumung

Mit der Zwangsräumung kommen neue und hohe Kosten auf Sie zu. Es werden Gerichtsvollzieher-, Speditions-, Anwalts- und Lagerkosten für die Zwangsräumung berechnet werden. Zudem müssen Sie mit den Kosten für die Renovierung der Wohnung rechnen und die rückständige Miete wird Ihnen ebenfalls nicht erlassen werden. Doch Sie müssen dieses Szenario nicht auf sich zurollen lassen, Sie haben Möglichkeiten eine Zwangsräumung abzuwenden – handeln Sie wie folgt.

Reden Sie mit Ihrem Vermieter

Nehmen Sie so früh wie möglich Kontakt mit Ihrem Vermieter auf und schildern Sie ihm Ihre Lage. Bieten Sie an die rückständige Miete monatlich in Raten auszugleichen und vor allem zahlen Sie die Raten pünktlich. Ist Ihre finanzielle Situation so desolat, dass Sie weder die laufende Miete noch die rückständige Miete aufbringen können und ist bereits die Räumungsklage gegen Sie ausgesprochen worden, haben Sie zwei Monate Zeit zu handeln. Denn können Sie innerhalb dieser zwei Monate die rückständige Miete und die laufende Miete begleichen, ist die ausgesprochene Kündigung und die Räumungsklage unwirksam und Sie können in Ihrer Wohnung wohnen bleiben. Falls weder Sie noch jemand in Ihrem Umfeld dieses Geld aufbringen kann, gehen Sie mit der Kündigung der Wohnung und der Räumungsklage zum Sozialamt.

Das Sozialamt kann die Miete übernehmen

Das Sozialamt weiss, dass es verpflichtet sein wird, Ihnen zu helfen, wenn Sie auf der Strasse landen, also obdachlos werden. Das ist mit hohen Kosten für das Sozialamt verbunden. In der Regel ist es für das Sozialamt günstiger die rückständige Miete und die laufenden Mietkosten zu übernehmen, bevor Sie tatsächlich auf der Straße stehen. Wenn Sie ohne Hilfe Ihre Wohnung nicht erhalten können, ist das Sozialamt verpflichtet Ihnen zu helfen. Somit müssen Sie bei einer ausgesprochenen Kündigung der Wohnung und/oder einer zugestellten Räumungsklage zum Sozialamt gehen, um weitere Kosten und Unannehmlichkeiten zu vermeiden. Das Sozialamt wird Ihnen dieses Geld zwar nicht schenken, es wird Ihnen in der Regel als Darlehen zur Verfügung gestellt werden, dass Sie in einer besseren finanziellen Situation zurückzuzahlen haben. Sollte das Sozialamt aufgrund personeller Promleme oder aus finanziellen Engpässen der Gemeinde heraus nicht schnell genug reagieren, müssen Sie sich rechtzeitig darum kümmern. Dabei kann Ihnen z.B. ein Rechtspfleger in einem Gericht behilflich sein. Suchen Sie sich Unterstützung um Ihre Wohnung erhalten zu können.

Schon mal die Miete nicht bezahlt

Haben Sie allerdings in den letzten zwei Jahren schon einmal die Miete nicht beglichen und wurde deshalb die fristlose Kündigung schon ausgesprochen oder wurde innerhalb der letzten zwei Jahre eine Räumungsklage gegen Sie erhoben, kann der Vermieter selbst wenn die rückständigen Mieten von Ihnen oder dem Sozialamt beglichen werden, Ihren Auszug verlangen. In diesem Fall sollten Sie auch bereits in Kontakt mit dem Sozialamt stehen, damit Ihnen eine alternative Wohnmöglichkeit zur Verfügung gestellt werden kann.

Räumungstermin steht bevor ?

Sollten Sie innerhalb der letzten zwei Jahre schon einmal eine fristlose Kündigung erhalten haben, ist der Vermieter nicht verpflichtet, selbst wenn Sie die rückständige Miete nun bezahlen (oder das Sozialamt Ihnen dabei hilft) das Mietverhältnis weiterzuführen. Somit kann ein Termin für die Räumung bekannt gegeben werden. Zwar werden Sie die Wohnung in jedem Fall räumen müssen, aber Sie können vor Gericht einen Antrag auf Räumungsaufschub stellen. D.h. Sie stellen einen Antrag darauf, dass die Räumung zeitlich verschoben wird. Diesen Antrag müssen Sie spätestens zwei Wochen vor dem tatsächlichen Räumungstermin bei Gericht gestellt haben. Gehen Sie dafür einfach zu dem Gericht von dem Sie das Schreiben bezüglich der Räumung erhalten haben und ein Rechtspfleger des Gerichts wird Ihnen bei dem Antrag behilflich sein. Die rückständige Miete sollte Sie dafür aufbringen können bzw. das Sozialamt wird Ihnen ein zinsloses Darlehen zur Verfügung stellen, damit dies gewährleistet ist, um den Räumungstermin erfolgreich verschieben zu können.

Eine Antwort zu Mietschulden

  1. wegen mieterückzahlung

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