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Pfändungsschutz

Pfändungsschutz muss beantragt werden: Innerhalb des Pfändungsschutzbetrages, den Sie der aktuellen Pfändungstabelle entnehmen können, haben Sie auch bei einer Kontopfändung Anspruch auf Pfändungsschutz. Innerhalb des monatlichen Pfändungsschutzbetrages ist somit Ihr Einkommen auf Ihrem Konto für Ihre Lebenshaltungskosten gesichert. ABER nur wenn Sie den Antrag auf Pfändungsschutz innerhalb einer 14 tägigen Frist stellen! Der Pfändungsschutz greift nicht automatisch, sondern muss von Ihnen beantragt werden. Versäumen Sie innerhalb der 14 Tägigen Frist ab Eingang des Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses bei Ihrer Bank den Antrag auf Pfändungsschutz zu stellen, geht Ihr Guthaben auf Ihrem Konto an Ihren Gläubiger. Dieses bereits an den Gläubiger überwiesene Geld ist dann unwiederbringlich für Sie verloren, selbst wenn Sie Anspruch auf Pfändungsschutz gehabt hätten!

Pfändungsschutz innerhalb 14 Tagen beantragen

Geht ein Pfändungs- und Überweisungsbeschluss, kurz Pfüb, bei Ihnen ein, müssen Sie sofort tätig werden. Selbst wenn Sie bereits für einen anderen Pfüb von einem anderen Gläubiger tätig geworden sind!


Für jeden eingehenden Pfüb müssen Sie gesondert einen Antrag auf Pfändungsschutz stellen. Den Antrag auf Pfändungsschutz müssen Sie bei der Stelle stellen, die den Pfüb ausgestellt hat. Das kann ein Amtsgericht, eine Krankenkasse, das Finanzamt oder auch Hauptzollamt sein etc. Für die Antragstellung auf Pfändungsschutz haben Sie maximal 14 Tage Zeit ab Eingang des Pfübs bei Ihrer Bank.

Erforderliche Unterlagen für Pfändungsschutzantrag:

  • Ausweis (gültiger Personalausweis oder Pass)
  • Pfüb samt Aktenzeichen des Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses
  • Lückenlosen Kontoauszügen der letzten drei Monate
  • Einkommensnachweisen (Gehalts- und Lohnabrechungen, Nachweise über Kindergeld, Erziehungsgeld, Renten etc.)
  • Nachweise über Unterhaltsverpflichtungen ((Ehe-) Partner, Kind (-er))
  • Nachweise über Mietzahlungen (Mietvertrag)

Beachten Sie bei einem Pfändungschutzantrag

Beachten Sie, dass bei Bezug von Sozialleistungen wie Sozialhilfe gesonderte Regelungen für den Antrag von Pfändungsschutz gültig sind.

Handeln Sie so schnell wie möglich, da der Pfändungsschutz immer anteilig erwirkt werden kann. Geht z.B. Ihr Einkommen und der Pfüb Anfang des Monats ein und Sie stellen erst am 10 des Monats einen Antrag auf Pfändungsschutz, werden Sie den Betrag für die ersten 10 Tage des Monats nicht mehr erhalten können! Ihr Pfändungsschutzbetrag verringert sich anteilig um diese 10 Tage, die bereits verstrichen sind.

Lassen Sie sich umgehend von einer Schuldenberatungstelle in Ihrer Nähe beraten!

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