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Schulden und Sucht

Suchterkrankung: Schulden sind nicht immer der Grund allen Übels, sondern zuweilen nur ein Nebeneffekt einer Suchterkrankung. Suchterkrankungen haben häufig zum Merkmal, dass die Betroffenen stetig stärker in den Strudel der Abhängigkeit geraten. Mit der Zeit steht für einen Suchtkranken immer stärker das Suchtmittel, der Suchtrausch im Vordergrund des Lebens und seine Beschaffung.

Die Sucht regiert das Leben

Die des Alltags werden zunehmend unwichtiger, werden vernachlässigt, bis sie irgendwann im Endstadium der Sucht gar nicht mehr bewältigt werden können. Für einen Suchtkranken ist dies zum Teil gar nicht wahrnehmbar. Die erste und schwierigste Hürde für einen Suchtkranken ist zunächst zu erkennen, dass er süchtig ist.

Somit vergehen zum Teil Jahre bevor sich Betroffene an Suchtberatungsstellen wenden oder über ihren Hausarzt auf die Problematik hingewiesen werden. In dieser Zeit entstehen häufig Schulden aufgrund der Lebenssituation des Süchtigen.

Unterschiedliche Suchtmittel – ähnliche Wirkung

Dabei ähneln sich die Geschichten von Betroffenen unabhängig des Suchtmittels, welchem Sie erlegen sind. Alkoholiker, Medikamentenabhängige und Drogensüchtige haben in unterschiedlicher Ausprägung vergleichbare Geschichten. Betroffene können irgendwann ihren Lebensalltag nicht mehr bewältigen, erkranken, verlieren die Arbeit oder kappen von sich aus das reguläre Leben, weil die Beschaffung der Droge und das Leben im Rausch wichtig scheint, als so banale Dinge, wie z.B. Geld zu verdienen.

Schulden eine Begleiterscheinung

Aufgrund des oft mit einer Suchterkankung einhergehenden Realitätsverlustes werden erstzunehmende Warnanzeichen, wie eingehende Mahnungen, fehlendes Geldmittel für die Miete oder patzende Kredite und Darlehen entweder gar nicht richtig wahrgenommen oder „es ist sowieso schon egal“. Das Suchtmittel selbst ermöglicht es dabei den Betroffenen im Zustand des Rausches zusätzlich der Realität zu entfliegen.

Sucht erkennen, Entzug und Lebensbewältigung

Familienangehörigen, Freunden und Kollegen nehmen vielleicht den ausufernden Umgang mit Finanzen wahr, statt die Suchterkrankung. Denn Suchtkranke sich in der Regel äußerst bemüht, ihre Suchterkrankung vor anderen zu verstecken, um selbst nicht damit konfroniert zu werden. Allerdings wird Hilfe im Zusammenhang mit Schulden selten wirklich fruchten, solange die Suchterkrankung nicht ebenfalls behandelt wird.

Schuldenberatungsstellen – Suchtberatungsstellen

Sind Betroffene gewillt sich ihrer Suchterkrankung zu stellen suchen sie häufig bei Suchtberatungsstellen Unterstützung. Hier werden auch Probleme im Leben der Suchterkrankten, neben der Suchterkrankung selbst, erkannt und an anerkannte Schuldenberatungsstellen verwiesen. Betroffenen wird somit zum einen durch eine Suchtberatungsstelle bei der Bewältigung der Suchterkrankung geholfen, wie auch durch die Schuldenberatungsstelle bei der Lösung der Schuldenprobleme.

Spielsucht und Kaufsucht

Diese zwei Suchterkankungen haben besonders schwere Auswirkungen auf die Finanzsituation der Betroffenen. Früher oder später trudeln Betroffene tief in die Schuldenfalle. Der Drang der Sucht nachzugeben überwiegt vor finanziellen Bedenken. Betroffene nehmen immer mehr Geld auf, um entweder der Spielsucht nachgeben zu können oder dem Kaufrausch zu erliegen. In diesen Fällen nützt eine Schuldenberatung herzlich wenig, wenn nicht an die Ursache des Problems, der Suchterkankung ebenfalls gearbeitet wird. Denn ohne eine entsprechende Therapie werden Betroffene immer wieder in Schulden reinrutschen.

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